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Rebberg

Das Rebjahr 2017

frostrebeDie warmen Märztage förderten beim Rebstock einen eher früheren Austrieb. Am 10. April brachen die Knospen auf und ein junger Rebtrieb erblickte das neue Weinjahr.
Leider strömte dann nach dem 20. April sehr kalte Polarluft zu uns . Die jungen Triebe, Blätter und die Fruchtanlagen sprengte es durch den Frost von bis zu - 4, 5°Celcius auf.
Die Hoffnung auf ein mengenmässig normales Weinjahr wurde zerschlagen.

Bildlegende: 27. April, Reblage Boden, Traubensorte Gewürztraminer

2017


 Bildlegende: Besuch vom Regierungsrat Markus Dieth mit Pressekonferenz

 

Ca. 2 Wochen später entwickelten die Rebstöcke aus Nebenaugen nochmals einen Austrieb, der vereinzelt an den neuen Trieben eine kleine Ernte erahnen lies. 
Im Sommer gediehen die wenigen Trauben sehr gut. Je nach Sorte ernteten wir 10 - 70 % einer Normalernte. Die Traubenqualität war hervorragend. 

 
Neuanpflanzung.
Während der Winterruhe der Reben bereiten wir auch Neuanpflanzungen vor. Das ist eine Planung auf weite Sicht, denn von der Idee bis zum Wein in der Flasche dauert es sieben bis acht Jahre. Wir erneuern und ergänzen die Rebparzellen kontinuierlich.
Unsere Betriebsphilosophie ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Deshalb achten wir auf pilzwiderstandsfähige Sorten, die praktisch keine Pflanzenschutzmittel mehr brauchen. Dazu gehören bereits unsere Sorten Vidal blanc, Regent und Cabernet Jura.
Neu kommt in diesem Frühling die vor 34 Jahren gezüchtete, Botrytis-resistente Sorte Souvignier gris dazu. Sie wurde in der Schweiz bisher erst wenig und im Aargau noch gar nicht angebaut. Die fleischigen Traubenbeeren ergeben einen kräftig-stoffigen Weisswein, der unser heutiges Sortiment sehr gut ergänzen wird. 
Wir erwarten im 2018 die erste Ernte davon.


 

Keller

holzfasskellerJe Nach Sorte, Jahrgang und Fasslagerung werden die Weine abgefüllt.
Verschiedene Weissweine vom Jahr 2016 waren Mitte September ausverkauft. Grund: Wir erlebten im Rebjahr 2016 schon einen Ernteausfall durch den Frühlingsfrost, der uns nur 50% einer Normalernte brachte.

Doch Anfang Dezember 2017 konnten wir schon eine kleine Menge des Weissweines Viola 2017 abfüllen und ins Angebot nehmen.

Die Rotweine:
Sie brauchen eine längere Reifephase im Weinkeller und sind jetzt aus den Rebjahren 2014 und 2015 erhältlich. Die Genussreife dieser Weine hält sich über mehrere Jahre. Ansonsten reifen die 2016-er und 2017-er (eher kleinere) Weinjahrgänge zu komplexen und kräftigen Rotweinen heran.
Wir laden Sie an unseren Verkaufstagen zur Verkostung ein und freuen uns, Ihnen den einen oder anderen Wein als Ihren Liebling mit nach Hause zu geben.


Weinkultur: Wir pflegen ein antikes Kulturerbe

traubenernte Die Römer brachten vor 2000 Jahren den Rebbau über die Alpen in die Gegend ihres einzigen Legionslagers auf heutigem Schweizergebiet: nach Vindonissa. Zur Erinnerung an das Kulturerbe wurden 2010 in der Umgebung vier Römerrebberge angelegt. Sie sind Bestandteil des Legionärspfades Vindonissa, frei zugänglich und bereits touristische Attraktionen. Führungen sind buchbar durch das Vindonissa Museum, Museumstrasse 1, 5200 Brugg http://www.vindonissa-winzer.ch/
Wir haben einen Römerrebberg in Remigen erstellt. Hier wird gezeigt, wie unsere antiken Vorfahren die Reben und die Weinkultur pflegten. Wir stellen nach damaliger Methode auch einen „Römer Wy“ her und produzieren mit den drei andern Vindonissa-Winzern zwei exzellente „Vindonissa Weine“: Den roten „Ruber“ und den weissen „Albus“.




Der Reb- und Kulturweg in Remigen

Tafel Der 1997 gegründete Rebbauverein Remigen, der aus aktiven Winzern sowie Einwohnern und „Heimweh-Remigern“ besteht und die Pflege des Rebbaus in der alten Rebbaugemeinde unterstützt, hat 2009 auf unsere Initiative einen Reb- und Kulturweg angelegt.
Er dokumentiert die Entwicklung und Bedeutung des Weinbaus in der inzwischen wieder drittgrössten Aargauer Rebbaugemeinde Remigen, in der die Reblaus-Katastrophe von 1905 überwunden wurde. Der mit Informationstafeln ausgestattete Weg stellt die fünf Remiger Reblagen dar, beschreibt den Rebberg als komplexes Ökosystem und informiert über die Arbeit der Winzer.

 

 




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