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Rebberg

Das Rebjahr 2018


Das Rebjahr 2018 entwickelt sich zu einem denkwürdigen Jahrgang. Nach einem normalen Winter erlebten wir einen eher früher Austrieb der Reben am 10. April. Das schöne Wetter ohne Kälteeinbruch bewirkte, dass die Reben ohne Wachstumsunterbruch schon am 7. Juni blühten.
Aber ein Hagelschlag am 12. Juni richtete im Rebberg „Sommerhalde“ Villnachern auf 1.5 ha 100 Prozent Schaden an. Danach wagten wir ein Experiment: Wir schnitten die verhagelten Triebe sofort zurück. So erwirkten wir einen Neustart der Reben. Sie schlugen abermals aus und blühten erneut, so dass wir auch hier mit einer vierwöchigen Verspätung, um den 30. Oktober herum, mit einer halben Traubenernte rechnen dürfen. Remigen blieb bis heute von Unwettern verschont
Das Rebjahr 2018 wird durch eine ausserordentliche Trockenheit geprägt. Seit Mai betrug der Niederschlag pro Regentag nie mehr als 15 mm. Den Jungreben führten wir alle zehn Tage 10 bis 15 Liter Wasser pro Stock zu. Die über zehnjährigen Rebstöcke stehen prächtig da und entwickelten schöne, grosse Trauben. Ihr Wurzelwerk reicht in 4 bis 7 Meter Tiefe.

 

 

Keller: Qualität verpflichtet


Die Weissweine des Jahrgangs 2017 zeichnen sich durch eine frische, fruchtige Aromatik aus. Wegen den letztjährigen Frühjahrsfrösten fiel die Ernte kleiner aus. Aber der Vorrat reicht bis Weihnachten 2018, bis wir bereits wieder die ersten diesjährigen Weissweine abfüllen können. 
Unsere Rotweine sind je nach Sorte und Vinifizierungsart in den Jahrgängen 2014-2016 erhältlich. Der trinkreife Salvia 2016 gefällt mit seinem beerigen Bouquet aus den feinen Blauburgertrauben und einem samtigen Charakter.

Die andern Rotweine – von der Spätlese bis zur Cuvée Unicus – variieren in Aromen und im Tanningehalt. Sie sind in ihrer Vielfalt ideale Begleiter für verschiedene Essgewohnheiten. Durch den Ausbau in Eichenfässern fördern wir die Fruchtigkeit, Aromatik, Farbintensität und Stabilität dieser Weine verhelfen ihnen zu einem sechs- bis zwölfjährigen Trinkgenuss.

 


Weinkultur: Wir pflegen ein antikes Kulturerbe

traubenernte Die Römer brachten vor 2000 Jahren den Rebbau über die Alpen in die Gegend ihres einzigen Legionslagers auf heutigem Schweizergebiet: nach Vindonissa. Zur Erinnerung an das Kulturerbe wurden 2010 in der Umgebung vier Römerrebberge angelegt. Sie sind Bestandteil des Legionärspfades Vindonissa, frei zugänglich und bereits touristische Attraktionen. Führungen sind buchbar durch das Vindonissa Museum, Museumstrasse 1, 5200 Brugg http://www.vindonissa-winzer.ch/
Wir haben einen Römerrebberg in Remigen erstellt. Hier wird gezeigt, wie unsere antiken Vorfahren die Reben und die Weinkultur pflegten. Wir stellen nach damaliger Methode auch einen „Römer Wy“ her und produzieren mit den drei andern Vindonissa-Winzern zwei exzellente „Vindonissa Weine“: Den roten „Ruber“ und den weissen „Albus“.




Der Reb- und Kulturweg in Remigen

Tafel Der 1997 gegründete Rebbauverein Remigen, der aus aktiven Winzern sowie Einwohnern und „Heimweh-Remigern“ besteht und die Pflege des Rebbaus in der alten Rebbaugemeinde unterstützt, hat 2009 auf unsere Initiative einen Reb- und Kulturweg angelegt.
Er dokumentiert die Entwicklung und Bedeutung des Weinbaus in der inzwischen wieder drittgrössten Aargauer Rebbaugemeinde Remigen, in der die Reblaus-Katastrophe von 1905 überwunden wurde. Der mit Informationstafeln ausgestattete Weg stellt die fünf Remiger Reblagen dar, beschreibt den Rebberg als komplexes Ökosystem und informiert über die Arbeit der Winzer.

 

 




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